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Digitale Mobilitätskonzepte und vielversprechende technologische Entwicklungen im Bereich Mobility prägen aktuell die öffentliche Diskussion. Entwicklungen wie das automatisierte Fahren oder Ridesharing-Dienste verändern unser Verständnis von Mobilität bereits heute. Zuletzt stand unter anderem die Zulassung der E-Scooter im Zentrum der Debatte.

E-Scooter: Elektroroller für mehr Klimaschutz?

Eine kürzlich erschienene Bitkom-Studie, in der über 1.000 Bundesbürger über 16 Jahren befragt zu den kleinen Elektrorollern wurden, kam zu spannenden Erkenntnissen. So gab die Hälfte aller Befragten an, in E-Scootern einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz in Deutschland zu sehen. Gleichzeitig könnten E-Scooter ein wichtiger Baustein im digitalisierten Personenverkehr sein. Im Rahmen der Studie sagten zwei Drittel der befragten 16- bis 64-Jährigen, dass sie die Elektroroller für eine gute Ergänzung zum bestehenden ÖPNV sehen. Eine klare Mehrheit der Befragten im Alter zwischen 16 und 64 Jahren wünschte sich zudem eine schnelle Zulassung. Dem kam der Bundesrat mit seiner Entscheidung vor kurzem nach. Bitkom-Präsident Achim Berg kommentierte diese Entscheidung mit den Worten: „Bitkom begrüßt die Entscheidung des Bundesrats, dass E-Scooter ebenso wie in vielen anderen Ländern künftig auch in Deutschland genutzt werden können. Wir brauchen gerade in unseren Städten alternative Formen der Mobilität. E-Scooter können eine ideale Ergänzung zu Bus und Bahn für die letzten Kilometer zum Ziel sein. Dadurch wird der öffentliche Personennahverkehr attraktiver und es können Autofahrten reduziert werden.“

Gleichzeitig plädierte eine breite Mehrheit unter den Befragten für eine Versicherungspflicht der elektrisch betriebenen Roller. Ebenfalls zeigte sich aber auch, dass vor allem unter den Älteren eine größere Skepsis gegenüber E-Scootern herrscht. Nicht einmal jeder fünfte Befragte über 65 Jahren könnte sich vorstellen, zugunsten von Elektro-Rollern auf innerstädtische Autofahrten mit dem eigenen PKW zu verzichten.

 

Ältere sehen E-Scooter skeptisch

Trotz der eher ablehnenden Haltung unter den Älteren könnten E-Scooter ein wichtiger Baustein im Mobilitätskonzept der Zukunft darstellen. Die jüngeren Befragten zeigten sich deutlich aufgeschlossener für das Szenario andere Fortbewegungsmittel als den privaten PKW abseits vom ÖPNV zu nutzen. Dadurch könnte der Individualverkehr – und damit auch die, durch das hohe Verkehrsaufkommen entstehenden Emissionen – reduziert werden. Entscheidend dafür dürften allerdings in erster Linie der mögliche Komfort der angebotenen Alternativen, ihre Preis-Gestaltung und natürlich die grundsätzliche Verfügbarkeit der Angebote sein. Bereits im März diesen Jahres hob Bitkom-Präsident Achim Berg die Chancen digitaler Mobilitätskonzepte hervor: „Dank Digitalisierung kann Verkehr reduziert werden, etwa indem Parkplatzsuchverkehr mit Hilfe intelligenter Verkehrssteuerung vermieden wird oder durch die Vernetzung von Mobilitätsangeboten wie Bus, Bahn, Car- und Bike-Sharing komfortable Alternativen zum motorisierten Individualverkehr entstehen.“

 

Diese Entwicklungen und viele weitere Fragen diskutieren wir mit Expertinnen und Experten aus der Verkehrspolitik und von Verkehrsbehörden sowie mit Vertreterinnen und Vertretern von Unternehmen, Startups, Plattform- und Infrastrukturanbietern am 24. Oktober 2019 auf der Digital Mobility Conference in Berlin. Die Teilnahme ist kostenfrei möglich.

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