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Im Vorfeld der Digital Mobility Conference treffen wir ausgewählte Speaker zum Gespräch über die Mobilität der Zukunft. Eckart Diepenhorst ist CEO von FREE NOW. Das Interview führt er gemeinsam mit Alexander Mönch – General Manager Deutschland und Österreich von FREE NOW. Am 24. Oktober wird Eckart Diepenhorst seine Erfahrungen und Ansichten aus der Perspektive eines der größten Mobilitätsanbieters Europas teilen. Schon heute sprechen er und Alexander Mönch darüber, wie Mobilität günstiger und nachhaltiger werden kann und welchen Rechtsrahmen es dafür braucht.

Speaker im Gespräch: Eckart Diepenhorst & Alexander Mönch (FREE NOW)

Im Vorfeld der Digital Mobility Conference treffen wir ausgewählte Speaker zum Gespräch über die Mobilität der Zukunft. Eckart Diepenhorst ist CEO von FREE NOW. Das Interview führt er gemeinsam mit Alexander Mönch – General Manager Deutschland und Österreich von FREE NOW. Am 24. Oktober wird Eckart Diepenhorst seine Erfahrungen und Ansichten aus der Perspektive eines der größten Mobilitätsanbieters Europas teilen. Schon heute sprechen er und Alexander Mönch darüber, wie Mobilität günstiger und nachhaltiger werden kann und welchen Rechtsrahmen es dafür braucht.

 

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Welche Mobilitätsangebote umfasst das Portfolio von FREE NOW?

Eckart Diepenhorst: Wir wollen Mobilität für alle zugänglich machen - und das unabhängig von Alter, Einkommen und Standort. Wir möchten, dass sich unsere Fahrgäste entspannt zurücklehnen, während wir uns darum kümmern, sie von A nach B zu bringen. Daher bauen wir auf einen ausgewogenen Mobilitätsmix.

Als Multiservice-Provider umfasst unser Portfolio vor allem das Taxi. Dieses Angebot können Nutzer der App bereits in über 40 deutschen Städten nutzen und hier auswählen, ob sie ein reguläres Taxi, ein Umwelt-Taxi Eco oder mit Taxi XL ein Großraumtaxi für 5-8 Personen bestellen möchten.

Darüber hinaus bieten wir mit unserem neuen Service Ride, einem Mietwagenangebot mit Chauffeur, vor allem für eine preissensible Zielgruppe eine weitere Mobilitätsoption an. Mit der neuen Buchungsoption können unsere Kunden bereits in Hamburg, Berlin, München, Frankfurt am Main und Köln Mietwagen mit lizenzierten Fahrern über die FREE NOW App bestellen – und das mit dem bestehenden Account in bewährter FREE NOW Servicequalität. Dem Fahrgast wird dabei vorab der Festpreis für die gewünschte Strecke angezeigt.

Während die Services Taxi und Ride weiter ausgebaut werden, ist FREE NOW mittlerweile in zwölf Ländern in über 120 Städten mit mehr als 650.000 Fahrern verfügbar. Im Mobilitätsmix inbegriffen sind auch die E-Scooter von hive, die bereits in sechs europäischen Ländern verfügbar sind.

 

Planen Sie derzeit die Erweiterung Ihres Service um weitere Verkehrsmittel?

Eckart Diepenhorst: Gegründet im Jahr 2009, als erste Taxi-App, die eine direkte Verbindung zwischen Fahrgästen und Taxifahrern herstellt, hat sich FREE NOW mittlerweile zu einer multimodalen Mobilitätsplattform weiterentwickelt. Über 20 Millionen Kunden nutzen FREE NOW regelmäßig, um sicher und bequem von A nach B zu kommen und nutzen dabei neben dem Taxi auch den neuen Service Ride, unser Angebot mit Mietwagen mit lizenzierten Fahrern. In der Zukunft könnten noch weitere Services hinzukommen.

Alexander Mönch: Grundsätzlich stehen wir bei der Erweiterung unserer Services immer in enger Abstimmung mit den jeweiligen Städten und Behörden, so auch bei der perspektivischen Einführung unserer hive E-Scooter. Grundsätzlich prüfen wir immer sorgfältig, wann ein Marktstart sinnvoll ist. So haben wir beispielsweise im österreichischen Markt mit dem dortigen Verkehrsbetrieb, den Wiener Linien, eine Kooperation geschlossen, die eine Lücke in der städtischen Mobilität schließt: 822.000 Wienerinnen und Wiener, die eine Jahreskarte besitzen, können ab sofort 20 Minuten pro Monat unsere hive-Roller benutzen.

 

Wie können neue Mobilitätskonzepte die Bemühungen zum Klima- und Umweltschutz unterstützen?

Alexander Mönch: Langfristig geht es darum, den innerstädtischen Verkehr zu reduzieren, um so die Innenstädte lebenswerter zu machen. Um neue Verkehrskonzepte durchsetzen zu können, muss jedoch zuerst ein entsprechendes Angebot für den Kunden geschaffen werden, das aufzeigt, dass Teilen effizienter, günstiger und nachhaltiger ist. Die offensichtlichen Vorteile des Teilens sollten zudem zusätzlich mit regulatorischen Anreizen versehen werden. Die Reform des Personenbeförderungsgesetzes bietet hier die Chance, digitalisierte Angebote und multimodale Services in den Dienst einer modernen Personenbeförderung und der Verkehrswende zu stellen und sich dabei an den Bedürfnissen der Nutzer zu orientieren.

Eckart Diepenhorst: Aktuell bauen wir die Anzahl der Umwelt-Taxis Eco weiter aus und reduzieren Leerfahrten mit dem neuen “Auf dem Weg” Feature. Die neue Funktion ermöglicht es den Taxi- und Mietwagenfahrern zusätzliche Touren zum Dienstende auszuführen. Treten sie beispielsweise den Heimweg an und der Weg deckt sich mit dem Ziel eines potenziellen Fahrgastes, kann der Fahrer diese Tour noch annehmen, seinen Umsatz erhöhen und zugleich eine Leerfahrt vermeiden.

 

Was erwarten Sie von der angestrebten Novellierung des Personenbeförderungsgesetzes?

Alexander Mönch: Wir brauchen einen umfassenden Rechtsrahmen, der sicherstellt, dass die Fahrer wettbewerbsfähig sind, die Fahrgäste in den Genuss des Wettbewerbs kommen, die Sicherheit gewährleistet ist und die Städte die Verantwortung tragen, ohne jedoch eine fragmentierte Regulierung im Ride Hailing Sektor zu schaffen. Aus unserer langjährigen Erfahrung auch in anderen europäischen Mobilitätsmärkten plädieren wir für eine mutige Reform, die die Potentiale der Digitalisierung hebt. Voraussetzung ist, dass eine Lizenz für alle Anbieter im Ride Hailing Markt geschaffen wird. Jeder Versuch, Unterschiede bei Lizenzen, Tarifen oder Privilegien zu schaffen oder diese beizubehalten, führt nur zu ungleichen Wettbewerbsbedingungen, Spannungen zwischen den Fahrern und Unternehmern sowie unklaren Tarifstrukturen für Fahrgäste.

 

Vielen Dank für das erkenntnisreiche Gespräch!

 

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Entdecken Sie die Mobilität von morgen

Wie gelangen Sie künftig an Ihr Ziel – mit einem autonomen Shuttle, einem Ridesharing-Fahrzeug oder mit einem intermodalen Mix vernetzter Fortbewegungsmittel? Kaum ein Thema reizt die öffentliche Debatte wie die Diskussion über neue Formen der Fortbewegung. Seien auch Sie dabei, wenn wir gemeinsam mit führenden Experten die neuesten Konzepte und technologischen Entwicklungen im Mobilitätssektor diskutieren.

Auf der dritten Digital Mobility Conference des Bitkom am 24. Oktober 2019 in Berlin werden wir mit über 400 Teilnehmern unter anderem über diese Themen sprechen:

  • Schadstoffarm, nachhaltig, digital – Welchen Beitrag leisten neue Mobilitätskonzepte zum Klimaschutz?
    Der Beitrag digitaler Mobilitätskonzepte zum Klimaschutz lässt sich noch nicht genau beziffern. Doch schon jetzt zeichnen sich zahlreiche Bereiche ab, in denen digitale Konzepte eine klimafreundlichere Mobilität ermöglichen können. Auf der #dmco19 werden wir gemeinsam mit Spezialisten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft diese Potenziale erörtern.
  • Intelligent, bezahlbar, vernetzt – Wie organisieren Kommunen künftig den ÖPNV?
    Immer neue Formen der Fortbewegung treffen auf etablierte Verkehrskonzepte. Gleichzeitig drängen neue Anbieter und innovative Verkehrsmittel auf den Markt. Auch die geplante Novelle des Personenbeförderungsgesetzes sorgt für eine intensive Diskussion. Zusammen mit Vertretern aus Verkehrswirtschaft, Kommunen und Gesellschaft diskutieren wir, wie neue und etablierte Konzepte zusammenwirken können, um den Bürgern das beste Mobilitätsangebot zu machen.

Die Digital Mobility Conference 2019 findet erstmals im Rahmen der Smart Country Convention statt – Deutschlands größter Messe für die Digitalisierung des öffentlichen Sektors. Die Teilnahme an der #dmco19 ist kostenfrei.

 

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